R+V Drohnen-Haftpflicht vs. DMO Versicherung: Der große Vergleich 2025
Für Drohnenpiloten in Deutschland ist die Drohnen-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Doch die Preisunterschiede sind gewaltig. In diesem Artikel vergleichen wir den Klassiker R+V Versicherung mit dem spezialisierten Anbieter DMO (Deutsche Modellsport Organisation).
R+V Drohnen-Haftpflicht: Solider Schutz, aber hoher Preis
Die R+V Drohnen-Haftpflichtversicherung (oft als „PrivatHaftpflicht-Erweiterung“ oder Einzelpolice angeboten) ist eine solide Option für Kunden, die bereits alle Verträge bei der R+V gebündelt haben. Als Stand-Alone-Lösung hat sie jedoch Schwächen im Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Eckdaten der R+V:
- Deckungssumme: Meist bis zu 5 Millionen Euro (gegen Aufpreis bis 10 Mio., teilweise in Premium-Tarifen bis 50 Mio.).
- Geltungsbereich: Standardmäßig oft europaweit. Weltweite Deckung muss oft separat geprüft oder bezahlt werden.
- Autonomes Fliegen: Deckt Drohnen mit autonomen Funktionen wie Way-Point oder Follow-Me-Modi ab.
- Preis: Einzelpolicen starten oft erst ab ca. 77,11 € pro Jahr (Preis kann je nach Wohnort und Status variieren).
Nachteile der R+V Drohnen-Haftpflicht:
- Teuer im Vergleich: Mit fast 80 € Jahresbeitrag liegt die R+V deutlich über dem Marktdurchschnitt für Privatpiloten.
- Eingeschränkte „Flotte“: Oft ist nur eine spezifische Drohne pro Vertrag versichert. Wer eine zweite Drohne kauft, muss diese nachmelden oder extra zahlen.
DMO Versicherung: Der Spezialist für Multicopter
Die DMO (Deutsche Modellsport Organisation) bietet in Kooperation mit der Allianz einen speziell auf Drohnenpiloten zugeschnittenen Gruppentarif an. Dieser ist nicht nur günstiger, sondern in den Bedingungen oft moderner.
Vorteile der DMO (Update 2025):
- Preis-Leistung: Der Premium-Tarif kostet nur 51,96 € pro Jahr – das sind ca. 25 € weniger als bei der R+V.
- Höhere Deckung: Sie erhalten volle 12 Millionen Euro pauschale Deckungssumme (statt oft nur 5 Mio. bei R+V).
- Unbegrenzte Anzahl an Drohnen: Ein riesiger Vorteil! Sie können 1, 5 oder 10 Drohnen besitzen – alle sind automatisch mitversichert.
- Weltweite Deckung: Der Versicherungsschutz gilt weltweit (außer in US-Sanktionsgebieten), was für Urlaubsreisen ideal ist.
- Auch geliehene Drohnen: Wenn Sie die Drohne eines Freundes fliegen, sind Sie ebenfalls versichert (Subsidiärdeckung).
- Autonomes Fliegen inklusive: Gesetzlich erlaubte Flugmodi (Follow-Me, RTH, Waypoints) sind selbstverständlich mitversichert.
Vergleichstabelle: R+V vs. DMO Versicherung
| Feature | R+V Versicherung | DMO Versicherung |
|---|---|---|
| Jahresbeitrag (ca.) | ab €77,11 | €39,96 – €51,96 |
| Deckungssumme | 5 – 10 Mio. € | 12 Mio. € (NEU) |
| Anzahl Drohnen | Meist nur 1 | Unbegrenzt |
| Geltungsbereich | Europaweit | Weltweit |
| Autonomes Fliegen | ✔️ | ✔️ |
Fazit: Welcher Tarif ist der richtige?
Der Vergleich zeigt einen klaren Sieger für Privatpiloten:
- Verlierer im Preis-Check: Die R+V Drohnen-Haftpflicht ist für das gebotene Leistungsspektrum (oft nur 5 Mio. Deckung, nur Europa) im direkten Vergleich unverhältnismäßig teuer. Sie lohnt sich meist nur, wenn Sie sie als winzigen Baustein in einem großen R+V-Gesamtpaket quasi „geschenkt“ bekommen.
- Der Testsieger: Die DMO bietet deutlich mehr Leistung (12 Mio. Deckung, Weltweit-Schutz, unbegrenzte Drohnenanzahl) für rund 30% weniger Geld. Wer flexibel bleiben will und vielleicht bald eine zweite Drohne kauft, kommt an der DMO kaum vorbei.
Falls Sie eine gewerbliche Nutzung planen (z.B. Verkauf von Luftbildern), benötigen Sie einen speziellen Gewerbetarif. Auch hier bietet die DMO mittlerweile Optionen bis 200 kg MTOW an. Für einen breiteren Marktüberblick empfehlen wir zudem unseren großen Vergleichsrechner, in dem auch Alternativen wie die NV Versicherung gelistet sind.