Drohnen-Gesetze in Neuseeland ✈️ Regeln & Vorschriften

drohnen-gesetze-neuseeland Neuseeland bietet atemberaubende Landschaften, die sich perfekt für Drohnenaufnahmen eignen. Dennoch gibt es klare gesetzliche Vorgaben, die beim Betrieb von Drohnen unbedingt eingehalten werden müssen. Die Civil Aviation Authority (CAA) reguliert die Nutzung von Drohnen unter den Parts 101 und 102 der Civil Aviation Rules.

Allgemeine Drohnen-Regeln (Part 101)

  • Freizeit- und gewerbliche Nutzung: Beide sind ohne spezielle Anforderungen erlaubt.
  • Maximale Flughöhe: 120 Meter (393,7 Fuß) über dem Boden.
  • Versicherungspflicht: Nicht erforderlich, wird jedoch empfohlen.
  • Kennzeichnung und Registrierung: Nicht erforderlich.
  • Sichtweite: Die Drohne muss immer in direkter Sichtlinie des Piloten bleiben.
  • Flugverbotszonen:
    • Mindestens 4 km Abstand zu Flughäfen.
    • Flüge über Menschenmengen sind nicht gestattet.
    • Respektiere die Privatsphäre anderer.
    • In kontrolliertem oder speziell genutztem Luftraum ist eine Genehmigung erforderlich.
    • Kein Fliegen über DOC-Gebiete ohne Genehmigung.
  • Nachtflüge: Nur erlaubt, wenn die Drohne im Umkreis von 100 Metern um eine Erhebung fliegt („Shielded Operation“).

Erweiterte Drohnen-Regeln (Part 102)

Falls die oben genannten Vorschriften nicht eingehalten werden können, muss eine individuelle Betriebsgenehmigung der CAA beantragt werden. Dies gilt insbesondere für:

  • Drohnen über 25 kg.
  • Flüge außerhalb der Sichtweite.
  • Flüge in Flughafennähe oder kontrolliertem Luftraum.

Drohnenflüge in Nationalparks und DOC-Gebieten

Eine Genehmigung des Department of Conservation (DOC) ist erforderlich.

Kosten für private Anträge: ca. 65 NZ$ zzgl. Steuern.

Einige Nationalparks lehnen Drohnenflüge fast immer ab:

  • Abel Tasman National Park
  • Arthur’s Pass National Park
  • Egmont National Park
  • Fiordland National Park
  • Mount Aspiring National Park
  • Nelson Lakes National Park
  • Paparoa National Park
  • Tongariro National Park

Der Aoraki/Mt. Cook National Park hat spezielle Landeplätze für Drohnen, die meist schwer erreichbar sind.

Wichtige Tipps für Drohnenflieger in Neuseeland

  • AirShare-App nutzen: Die App zeigt erlaubte und verbotene Flugzonen an.
  • Lokale Distrikte kontaktieren: Jede Region hat eigene Regeln für Drohnenflüge.
  • Privatland beachten: Eine Erlaubnis des Eigentümers ist erforderlich.
  • Planung ist wichtig: Spontane Flüge sind oft nicht möglich, da Genehmigungen notwendig sind.
  • Alternative: Helikopter-Rundflüge: Bieten oft spektakulärere Aussichten als Drohnen in 120 m Höhe.

Für aktuelle Informationen lohnt sich ein Besuch auf der offiziellen Website der Civil Aviation Authority Neuseelands (aviation.govt.nz) oder der AirShare-Karte (airshare.co.nz).