Aktuelle Drohnen-Gesetze im Iran
Sind Drohnen im Iran erlaubt?
| Nutzung | Erlaubt? |
|---|---|
| Freizeitgebrauch | ❌ Verboten |
| Gewerbliche Nutzung | ❌ Verboten |
Seit Mai 2023 ist zudem der Import von Drohnen in den Iran strengstens untersagt. Auch das Fliegen einer Drohne ist in vielen Regionen des Landes verboten oder nur unter schwer erhältlichen Genehmigungen möglich.
Wichtige Regelungen und Einschränkungen
- Strenges Verbot in vielen Regionen
- In Teheran gilt ein vollständiges Flugverbot für Drohnen.
- In der Provinz Mazandaran ist das Drohnenfliegen verboten.
- In sensiblen Gebieten wie Militäranlagen, Polizeistationen, Kraftwerken und Atomkraftwerken dürfen keine Drohnen genutzt werden.
- Genehmigungspflicht in Teheran
- Falls eine Drohne in Teheran betrieben werden soll, ist eine Genehmigung der Revolutionsgarden (IRGC) erforderlich.
- Alle Drohnenflüge müssen von der Luftverteidigung registriert werden.
- Hohe Sicherheitsbedenken
- GPS-fähige Geräte oder Kameras können von iranischen Sicherheitsbehörden als Spionageausrüstung eingestuft werden.
- Es gab bereits zahlreiche Verhaftungen von Touristen, die Drohnen genutzt oder einfach nur besessen haben.
- Probleme bei der Einreise
- Viele Reisende berichten, dass Drohnen bei der Einreise konfisziert wurden.
- Selbst die Mitnahme einer Drohne ohne Nutzung kann Probleme verursachen.
Welche Strafen drohen?
Wer gegen die Drohnengesetze verstößt, muss mit ernsten Konsequenzen rechnen:
- Beschlagnahmung der Drohne bereits am Flughafen oder bei Grenzübergängen.
- Verhöre durch Sicherheitsbehörden, insbesondere bei Drohnennutzung in sensiblen Bereichen.
- Gefängnisstrafen oder Ausreiseverbot, wenn Spionageverdacht besteht.
- Hohe Geldstrafen oder gerichtliche Verfahren.
Tipps für Reisende mit Drohnen
Falls du trotzdem planst, eine Drohne mit in den Iran zu nehmen, solltest du folgende Sicherheitsmaßnahmen beachten:
- Erkundige dich vor der Reise über aktuelle Regelungen beim Auswärtigen Amt oder der iranischen Botschaft.
- Vermeide die Nutzung deiner Drohne in Teheran, Isfahan, Qom, Arak, Natanz und Busher – in diesen Regionen gab es bereits zahlreiche Spionagevorwürfe.
- Führe keine GPS-fähige Kamera-Drohne mit, da diese oft mit Spionageausrüstung verwechselt wird.
- Sei dir des Risikos bewusst – es gibt bereits viele Fälle von Festnahmen wegen Drohnenbesitz.
- Lasse die Drohne zu Hause, falls du dir unsicher bist – das Risiko ist erheblich.
Fazit
Der Iran gehört zu den restriktivsten Ländern weltweit, wenn es um Drohnennutzung geht. Aufgrund der bestehenden gesetzlichen Verbote und der Gefahr von Festnahmen oder Beschlagnahmungen wird dringend davon abgeraten, eine Drohne in den Iran mitzunehmen. Falls du dennoch eine mitführst, informiere dich umfassend und beachte die geltenden Regelungen.