Fernpilotenzeugnis A2: Prüfungsfragen ✈️ So bestehst du die Prüfung

Fernpilotenzeugnis A2 Prüfungsvorbereitung

Wer mit seiner Drohne näher an Menschen heranfliegen möchte oder ein schwereres Modell (bis 4 kg) in Wohngebieten steuert, kommt am EU-Fernpilotenzeugnis A2 nicht vorbei. Oft als „großer Drohnenführerschein“ bezeichnet, ist dieses Zertifikat der Schlüssel für professionelle Aufnahmen und mehr Flexibilität im Flugbetrieb. Doch im Gegensatz zum kleinen A1/A3-Schein ist hierfür eine echte Theorieprüfung bei einer benannten Stelle nötig.

Dieser Guide bereitet dich optimal vor: Wir zeigen dir, welche Prüfungsfragen dich erwarten, wie das praktische Selbststudium abläuft und wie du das Zeugnis schnell und sicher bestehst.

Warum das Fernpilotenzeugnis A2 unverzichtbar ist

Das A2-Zeugnis erweitert deine Rechte als Pilot massiv. Während du mit dem Standard-Schein (A1/A3) meist 150 Meter Abstand zu Wohn- und Gewerbegebieten halten musst, erlaubt dir das Fernpilotenzeugnis A2 das Fliegen in der Unterkategorie A2. Das bedeutet konkret:

  • Näher an Menschen: Du darfst bis auf 30 Meter an unbeteiligte Personen heranfliegen.
  • Langsam-Modus: Verfügt deine Drohne über einen Low-Speed-Modus, darf der Abstand sogar auf bis zu 5 Meter reduziert werden.
  • Schwerere Drohnen: Ideal für C2-zertifizierte Drohnen bis 4 Kilogramm Abfluggewicht.

Ohne dieses Zeugnis bist du mit größeren Drohnen fast immer gezwungen, „weit draußen auf dem Feld“ zu fliegen. Für Filmemacher, Immobilienmakler oder Inspektionsflüge ist der A2-Schein daher Pflicht.

Die A2 Prüfungsfragen: Was muss ich wissen?

Der wohl größte Unterschied zum kleinen Kompetenznachweis ist das Prüfungsniveau. Die Prüfung für das Fernpilotenzeugnis A2 ist anspruchsvoller und muss beaufsichtigt (meist per Webcam) stattfinden.

Fakten zur Prüfung

  • Umfang: 30 Multiple-Choice-Fragen
  • Zeit: 45 Minuten Bearbeitungszeit
  • Bestehensgrenze: Mindestens 75 % korrekte Antworten

Die 3 großen Themengebiete

Die Fragen stammen nicht mehr nur aus dem allgemeinen Luftrecht, sondern gehen tiefer in die Materie:

  1. Meteorologie: Wie beeinflussen Luftdichte, Windverhältnisse und Temperatur die Flugleistung? Was sind thermische Aufwinde?
  2. UAS-Flugleistung: Alles zu Akkutechnik, Schwerpunktlage (Center of Gravity) und Nutzlastsicherung.
  3. Technische & betriebliche Risikominderung: Wie verhalte ich mich bei Störungen? Wie schätze ich das Risiko am Boden (Ground Risk) korrekt ein?

Eine hervorragende Vorbereitung bieten spezialisierte Online-Kurse. Wir empfehlen hierfür unseren Partner Drone Class, da hier echte Prüfungsfragen simuliert werden und die Erfolgsquote extrem hoch ist.

Voraussetzungen: Der Weg zum Schein

Du kannst die A2-Prüfung nicht „einfach so“ ablegen. Es gilt eine strikte Reihenfolge einzuhalten:

1. Basis: Der A1/A3 Kompetenznachweis

Zuerst musst du den „kleinen Drohnenführerschein“ bestehen. Er deckt die rechtlichen Grundlagen ab. Hast du diesen noch nicht? Du kannst ihn oft im Kombi-Paket direkt mitmachen.

2. Das praktische Selbststudium

Bevor du zur Prüfung zugelassen wirst, musst du gem. EU-Verordnung UAS.OPEN.030 ein praktisches Selbsttraining absolvieren. Das klingt kompliziert, bedeutet aber: Du gehst auf ein freies Feld (Kategorie A3 Bedingungen) und übst Flugmanöver.

Dazu gehören:

  • Präzises Starten und Landen
  • Fliegen von Kurven und Achten
  • Notfallsimulationen (z.B. was passiert, wenn GPS ausfällt?)

Die Durchführung bestätigst du vor der Prüfung per Eigenerklärung („Ich versichere, dass ich geübt habe…“).

Wichtig für deine Sicherheit: Auch während dieser Übungsflüge besteht bereits volle Versicherungspflicht für deine Drohne!

3. Die Theorieprüfung (Online)

Hast du die Voraussetzungen erfüllt, meldest du dich bei einer benannten Prüfstelle (PStF) an. Anbieter wie Drone Class ermöglichen dir, die Prüfung 24/7 bequem von zu Hause aus abzulegen. Du benötigst lediglich einen PC mit Webcam und eine stabile Internetverbindung.

Kosten & Gültigkeit des A2-Scheins

Die Investition in das Fernpilotenzeugnis lohnt sich langfristig. Das Zertifikat ist in der gesamten EU 5 Jahre lang gültig. Danach ist eine Auffrischung nötig.

Preislich solltest du für einen seriösen Online-Kurs inklusive Prüfungsgebühr und Zertifikats-Ausstellung mit ca. 100 € bis 300 € rechnen. Vorsicht bei extrem billigen Anbietern: Oft fehlen hier gute Lehrmaterialien, was das Bestehen der 30 Fragen erschwert.

Fazit: Lohnt sich der Aufwand?

Definitiv. Wer Drohnen nicht nur als Spielzeug im Garten, sondern als Werkzeug für Fotografie oder Inspektion nutzen will, braucht das Fernpilotenzeugnis A2. Es gibt dir Rechtssicherheit und erlaubt Flüge an Orten, die anderen Piloten verwehrt bleiben.

Unser Tipp: Nutze professionelle Online-Trainer, um dir Prüfungsangst zu nehmen. Mit der Vorbereitung von Drone Class bist du in wenigen Stunden fit für die Prüfung und hältst schon bald dein Zertifikat in den Händen.