Aktuelle Drohnen-Gesetze in Barbados
Die Barbados Civil Aviation Department (BCAD) hat spezifische Regelungen für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) festgelegt. Es ist wichtig, diese Vorschriften zu kennen und einzuhalten, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Importverbot und temporäre Ausnahmegenehmigung
Barbados hat ein Importverbot für Drohnen verhängt, das mehrfach verlängert wurde und nach aktuellem Stand weiterhin gilt. Dennoch gibt es für Besucher die Möglichkeit, eine temporäre Ausnahmegenehmigung zu erhalten, sofern die Drohne nach kurzer Zeit wieder ausgeführt wird.
Vorgehensweise:
- Anmeldung beim Zoll: Bei der Einreise muss die Drohne beim Zoll deklariert werden. Der Zoll entscheidet, ob eine Lizenz beantragt werden kann, und stellt ein sogenanntes „withheld certificate“ aus. In der Regel bleibt die Drohne beim Zoll, bis die Lizenz vorliegt.
- Antragstellung: Mit dem „withheld certificate“ und dem ausgefüllten Antrag TU033 begibt man sich zum Hauptsitz der Telekommunikationsbehörde:
Adresse:
Trinity Business Centre
Country Road, Bridgetown
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 8:30 Uhr – 16:00 Uhr
Es ist ratsam, im Antragsformular unter „CLASS OF SERVICE DESIRED“ das Ein- und Ausreisedatum anzugeben.
- Gebührenzahlung: Die Antragsgebühr beträgt 30 Barbados-Dollar oder 16 US-Dollar und kann bar oder per Scheck entrichtet werden.
- Lizenzausstellung: Nach erfolgreicher Prüfung wird die Lizenz ausgestellt, und die Drohne kann beim Zoll abgeholt werden.
Allgemeine Betriebsregeln
- Maximale Flughöhe: Drohnen dürfen nicht höher als 400 Fuß (ca. 121,9 Meter) über dem Boden fliegen.
- Sichtweite: Der Betrieb muss stets innerhalb der direkten Sichtlinie des Piloten erfolgen.
- Flugverbotszonen: Es ist untersagt, in der Nähe von Flughäfen, Militärbasen und anderen sensiblen Bereichen zu fliegen.
- Menschenansammlungen: Flüge über oder in der Nähe von Menschenmengen sind verboten.
- Nachtflüge: Der Betrieb von Drohnen ist nur während der Tageslichtstunden gestattet.
Versicherungspflicht
Sowohl für private als auch für gewerbliche Drohnenflüge ist eine Haftpflichtversicherung erforderlich. Es wird empfohlen, eine entsprechende Versicherung abzuschließen, um im Schadensfall abgesichert zu sein.
Sicherheitsmaßnahmen und Verantwortlichkeiten
Als Drohnenpilot sind Sie dafür verantwortlich, die Sicherheit anderer Personen und des Luftraums zu gewährleisten. Dazu gehört die Durchführung von Pre-Flight-Checks, die Beachtung der Wetterbedingungen und die Vermeidung von Störungen anderer Luftfahrzeuge.
Strafen bei Nichteinhaltung
Die Missachtung der Drohnen-Gesetze in Barbados kann zu erheblichen Strafen führen, einschließlich Geldbußen und der Beschlagnahmung der Drohne. In schweren Fällen können auch strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Fazit
Der Betrieb von Drohnen in Barbados erfordert ein gründliches Verständnis der lokalen Gesetze und Vorschriften. Es ist ratsam, sich vor jedem Flug über die aktuellen Bestimmungen zu informieren und sicherzustellen, dass alle erforderlichen Genehmigungen und Versicherungen vorliegen.