Die DJI Mavic 4 Pro ist eine der fortschrittlichsten Drohnen für Hobby- und Profianwendungen, mit einer 100MP-Kamera und einem 360-Grad-Gimbal. Ihr Betrieb in Deutschland erfordert die strikte Einhaltung der EU-Drohnenverordnung und nationaler Gesetze. Dieser Leitfaden erläutert die wichtigsten Vorschriften für 2025, einschließlich der C2-Klassifizierung, Registrierungs- und Versicherungspflichten sowie Flugregeln, damit Sie die Drohne sicher und legal nutzen können.
DJI Mavic 4 Pro: Welche Drohnenklasse gilt 2025?
Die DJI Mavic 4 Pro gehört mit ihrem maximalen Abfluggewicht (MTOM) von 1,063 g zur Drohnenklasse C2. Diese Klassifizierung ermöglicht flexiblere Einsatzmöglichkeiten, erfordert jedoch spezifische Zertifikate für Flüge in der Nähe von Personen.
Vorteile der C2-Klassifizierung
- Flug in der Kategorie OPEN A2, näher an unbeteiligten Personen (mit EU-Fernpilotenzeugnis A2).
- Flug in der Kategorie OPEN A3 mit geringeren Anforderungen (EU-Kompetenznachweis A1/A3).
- Betrieb in Wohngebieten möglich, wenn Sicherheitsabstände eingehalten werden.
- Reduzierte Abstandsregeln im Vergleich zu schwereren Drohnenklassen.
Ohne die C2-Klassifizierung würde die Drohne in die Kategorie OPEN A3 fallen, was einen Mindestabstand von 150 m zu Wohngebieten erfordert.
Welche Anforderungen gelten 2025 für die DJI Mavic 4 Pro?
Registrierung und Kennzeichnung
- Betreiber müssen sich beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) registrieren und eine elektronische e-ID erhalten.
- Die e-ID muss deutlich sichtbar an der Drohne angebracht werden.
- Fernidentifikation erfolgt über die O4+-Übertragung, integriert in die DJI Fly-App unter „Sicherheit“.
Drohnenversicherung
Eine Haftpflichtversicherung ist für die DJI Mavic 4 Pro gesetzlich vorgeschrieben, um Schäden an Personen, Eigentum oder Dritten abzudecken.
Drohnenführerschein
- OPEN A2: EU-Fernpilotenzeugnis A2 für Flüge mit reduzierten Abständen zu Personen (30 m oder 5 m im Niedriggeschwindigkeitsmodus).
- OPEN A3: EU-Kompetenznachweis A1/A3 für Flüge in menschenleeren Gebieten (150 m Abstand zu urbanen Zonen).
Wo darf die DJI Mavic 4 Pro fliegen?
Erlaubte Gebiete
- Wohngebiete: Mit C2-Klassifizierung und A2-Zertifikat möglich, solange keine Menschenansammlungen überflogen werden.
- Freiflächen: In der Kategorie A3 ist ein Mindestabstand von 150 m zu Wohn-, Gewerbe- oder Erholungsgebieten erforderlich.
Flugverbotszonen
- Flughäfen und Flugplätze (mindestens 1,5 km Abstand).
- Naturschutzgebiete und Nationalparks.
- Katastrophen- oder Unfallstellen.
Nutzen Sie die DRONIQ-App, um aktuelle Flugverbotszonen und GEO-Zonen zu überprüfen.
Flughöhe
Die maximale Flughöhe beträgt 120 m über Grund, wie EU-weit vorgeschrieben.
Welche Regeln gelten für die DJI Mavic 4 Pro im Flug?
Sicherheitsvorgaben
- Flug ausschließlich in Sichtweite (VLOS).
- ActiveTrack 360° erlaubt, mit maximal 50 m Abstand zum Piloten.
- Keine Aufnahmen von Personen ohne deren Zustimmung, um Datenschutzvorschriften einzuhalten.
Altersanforderungen
- Uneingeschränkter Betrieb ab 16 Jahren.
- Unter 16 Jahren nur unter Aufsicht eines zertifizierten Piloten.
Bestandsdrohnenregelung für nicht klassifizierte DJI Mavic 4 Pro
Falls die DJI Mavic 4 Pro keine C2-Klassifizierung besitzt, gelten strengere Vorschriften:
- Flüge ausschließlich in der Kategorie OPEN A3.
- Mindestabstand von 150 m zu Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten.
- Maximale Flughöhe: 120 m.
- Registrierung und Haftpflichtversicherung bleiben verpflichtend.
Drohnenversicherung: Pflicht und Optionen
Eine Haftpflichtversicherung ist für die DJI Mavic 4 Pro unerlässlich, um finanzielle Risiken bei Schäden zu minimieren.
- Preis: Ab ca. 40 € pro Jahr.
- Abdeckung: Schäden an Personen, Sachwerten und unbeteiligten Dritten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Benötige ich eine Versicherung für die DJI Mavic 4 Pro?
Ja, eine Haftpflichtversicherung ist in Deutschland und der EU gesetzlich vorgeschrieben.
Muss ich meine Drohne registrieren?
Ja, die Registrierung beim LBA ist für Drohnen über 250 g erforderlich, und die e-ID muss an der Drohne angebracht werden.
Welcher Drohnenführerschein ist nötig?
Für die Kategorie OPEN A2 ist das EU-Fernpilotenzeugnis A2 erforderlich, für OPEN A3 genügt der EU-Kompetenznachweis A1/A3.
Darf ich mit der DJI Mavic 4 Pro über Menschen fliegen?
Ja, mit der C2-Klassifizierung und dem A2-Zertifikat, jedoch nicht über Menschenansammlungen.
Fazit
Der Betrieb der DJI Mavic 4 Pro in Deutschland 2025 erfordert die Einhaltung strenger Vorschriften, einschließlich Registrierung, Haftpflichtversicherung und der entsprechenden Zertifikate (A1/A3 oder A2). Die C2-Klassifizierung ermöglicht flexiblere Einsatzmöglichkeiten, aber Flugverbotszonen, Datenschutz und Sicherheitsabstände müssen beachtet werden. Nutzen Sie die DRONIQ-App, um legal und sicher zu fliegen.